VAN BAAL: Verdi-Streik trifft die Falschen – Verantwortung statt Eskalation!

Der von der Gewerkschaft Verdi organisierte Warnstreik im öffentlichen Dienst und Nahverkehr bringt heute Teile Mecklenburg-Vorpommerns zum Stillstand. Die FDP-Landtagsabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecherin Sandy van Baal, MdL, kritisiert die Streikstrategie scharf und warnt vor den sozialen Folgen der gezielten Eskalation:

Der von der Gewerkschaft Verdi organisierte Warnstreik im öffentlichen Dienst und Nahverkehr bringt heute Teile Mecklenburg-Vorpommerns zum Stillstand. Die FDP-Landtagsabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecherin Sandy van Baal, MdL, kritisiert die Streikstrategie scharf und warnt vor den sozialen Folgen der gezielten Eskalation:

„Das Streikrecht ist ein hohes Gut, aber was Verdi hier tut, hat mit sozialer Verantwortung nichts mehr zu tun. Mit voller Absicht wird der heutige ‚Behördentag‘ genutzt, um maximale Störungen zu verursachen. Das bedeutet im Klartext: Bürgerinnen und Bürger, die auf Ämter, Ärzte oder Busse angewiesen sind, bleiben auf der Strecke – insbesondere ältere Menschen und Familien.

Wer so handelt, spielt gezielt Gruppen gegeneinander aus. Ich frage mich, ob die Gewerkschaft hier wirklich im Sinne aller Arbeitnehmer handelt. Verdi setzt hier auf unnötige Eskalation und nimmt die Menschen in Geiselhaft, die am wenigsten dafür können.

Ein fairer Tarifabschluss wird nicht auf der Straße erzwungen, sondern am Verhandlungstisch erarbeitet. Gerade weil noch Gespräche anstehen, ist dieser Streik nicht nur rücksichtslos, sondern auch überflüssig. Statt Kompromisse zu suchen, soll hier eine Maximalforderung mit der Brechstange durchgedrückt werden – auf Kosten derjenigen, die sowieso schon genug Probleme haben.

Ich appelliere an Verdi: Wer Verantwortung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tragen will, muss auch Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Die Menschen in M-V brauchen eine funktionierende Infrastruktur, keine Machtdemonstrationen auf ihrem Rücken.“